Am Freitag, den 20. April 2012, referierte Prof. Dr. Stefan Selke aus Furtwangen zum Thema Tafelarbeit in der Homberger Marienkirche. Er war der gemeinsamen Einladung des Evangelischen Forum Schwalm-Eder und des Diakonischen Werk im Schwalm Eder Kreis gefolgt.
Die Tafeln sind mit dem Anspruch „Verteilen statt Vernichten“ in der sozialen Landschaft vertreten. Sie lassen Menschen mit geringem Einkommen Lebensmittel zukommen, die im Einzelhandel aus unterschiedlichen Gründen aussortiert wurden. Im Schwalm-Eder-Kreis erhalten ungefähr 2000 Menschen regelmäßig Unterstützung durch die vier Tafeln, die allesamt in Trägerschaft des regionalen Diakonischen Werkes sind. Etwa 280 Menschen wirken daran in unserer Region ehrenamtlich, teils mit erheblichem Zeitaufwand und Engagement, mit. Viele Tafelkunden sind dankbar für die so erhaltene Unterstützung.

Organisieren die Tafeln eine überlebensnotwendige Hilfe und leisten damit  einen wichtigen Beitrag zur Gerechtigkeit in unserem Land? Oder gewöhnen wir uns mit den Tafeln daran, dass Arme nur noch das erhalten, was  in unserer Wohlstandsgesellschaft übrig ist? Zugleich ist die Diakonie als eine Anlaufstelle für unbürokratische Hilfen hoch angesehen - und ohne Ansehen der Person barmherzig mit Menschen umzugehen, gehört elementar zum Selbstverständnis der Kirchen.  Darüber wurde an diesem Abend diskutiert.
Einer der profiliertesten Tafelkritiker Deutschlands war an diesem Abend zu Gast in Homberg (Efze), der Soziologe Prof. Dr. Stefan Selke. Dem Vortrag folgte ein offenes Gespräch mit Vorständen des Diakonischen Werkes, Mitarbeitenden der Tafeln im Schwalm-Eder-Kreis und  Interessierten Gästen.

HNA Bericht zur Veranstaltung

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